Verkehrsunterbrechungen in München und Berlin – Friedlicher Widerstand bietet Gefängnis-Drohungen die Stirn

Die 18-jährige Schülerin Maria Braun könnte 30 Tage im Gefängis bleiben, weil sie heute in München friedlich Widerstand leistet.
Die 18-jährige Schülerin Maria Braun könnte 30 Tage im Gefängis bleiben, weil sie heute in München friedlich Widerstand leistet.

München, Berlin, 07.11.2022, 9:30 Uhr – Auf der Hauptstraße am Münchner Stachus versammeln sich heute wieder Unterstützer:innen der Letzten Generation, um gegen den lebensgefährlichen Klimakurs der Regierung Widerstand zu leisten. Sie sind fest entschlossen, ihr Recht auf demokratischen Protest auszuüben und rufen ihre Mitmenschen auf, es ihnen gleichzutun – den Drohgebärden der Politik zum Trotz.
Erst vor drei Tagen waren 13 Unterstützer:innen der Letzten Generation ohne Hauptverhandlung in die JVA Stadelheim gebracht worden, weil sie sich friedlich auf die Straße am Stachus gesetzt hatten. Acht von ihnen sollen nun 30 Tage lang in Gefangenschaft verbringen. 

Auch in Berlin kommt es zu erneuten Unterbrechungen auf Straßen. Manche der Beteiligten tragen schwarz-weiß-gestreifte Gefangenenkleidung. Auf den Schildern, die sie auf der Straße bei sich tragen, steht: „Lieber wegsperren als reden”. Damit prangern sie die bisher fehlende Gesprächsbereitschaft der Bundesregierung zu ersten Klima-Sicherheitsmaßnahmen an. 

Die 18-jährige Schülerin Maria Braun ist eine der Unterstützer:innen, die heute für Unterbrechungen in München sorgen: 
Ich werde mich auch von Drohungen mit 30 Tagen Gefängnis nicht einschüchtern lassen. Mein Leben und das Leben meiner ganzen Generation steht auf dem Spiel! Ich kann gar nicht anders, als jetzt Widerstand zu leisten.”

Maria Braun
Foto: Marlene Charlotte Limburg

Das geht raus an alle mutigen Menschen, die auch so fühlen wie ich. Das ist unsere Zeit, wirklich etwas zu bewegen. Wenn ich eingesperrt werde, müsst ihre meinen Platz auf der Straße einnehmen!, so Maria weiter. Wie die Politik und Polizei nun mit dem friedlichen demokratischen Protest der Schülerin umgehen, bleibt abzuwarten.

Mit ihr auf der Straße auch der 47-jährige Wolfgang Metzler Kick, Ingenieur des technischen Umweltschutzes und Vater: „Durch meine einschlägige Fachexpertise kann ich einschätzen, in welcher Gefahr wir uns befinden. Die Welt ist völlig aus den Fügen geraten.
Die 1,5-Grad-Grenz werden wir in kaum zehn Jahren reißen. Dieses Jahrzehnt entscheidet über die Zukunft unserer gesamten Zivilisation. Ich rufe euch alle auf, gegen diese Zerstörung mit uns friedlich Widerstand zu leisten!”  

Wolfgang Metzeler-Kick
Wolfgang Metzler Kick

Bei all dem ist es der Letzten Generation wichtig, immer gesprächsbereit zu bleiben. Sie laden die Kabinettsmitglieder der Bundesregierung – ganz besonders Olaf Scholz, Christian Linder, Robert Habeck und Bundesverkehrsminister Volker Wissing – am Donnerstag dem  10. November 2022 zu einem Gespräch in Berlin ein. Es soll um den Umgang der Bundesregierung mit friedlichem demokratischen Protest gehen und um erste Sicherheitsmaßnahmen im Klimanotfall. Konkret ein Tempolimit und eine Rückkehr zum 9€-Ticket. 

Pressekontakt
Carla Hinrichs
Telefon: +49 3023591611
E-Mail: [email protected]

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