Kreuzungs-Protest – Sozial-gerechte Wende oder Gesellschaftskollaps –

UnterstĂĽtzer:innen der Letzten Generation protestieren am Kottbusser Tor
Weitere Bilder hier.

Berlin, 10.10.2023, 9:00 – UnterstĂĽtzer:innen der Letzten Generation blockieren aktuell den Verkehr am Kottbusser Tor in Berlin. Trotz hohem Polizeiaufgebot gelang es einigen von ihnen, sich auf der zentral in der Hauptstadt gelegenen Kreuzung mit Sekundenkleber auf der Fahrbahn festzukleben. Sie stellen klar: Es braucht jetzt einen sozial-gerechten Ausstiegsplan aus Ă–l, Gas und Kohle, um den gesellschaftlichen Zusammenbruch abzuwenden. 
Auch Simon Lachner (25), Sprecher der Letzten Generation, sitzt heute mit auf der Straße. Wäre er nicht im Protest, würde der studierte Elektrotechniker gerade als Planungsingenieur die Energiewende voranbringen. Er erklärt, warum er stattdessen in der Hauptstadt protestiert:
“Die Kehrtwende weg von der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen lässt sich nicht bewerkstelligen, wenn einige wenige an ihr tĂĽfteln, die Regierung sich aber querstellt und Politik jenseits der Lebensrealität eines GroĂźteils der Bevölkerung macht. Um den Kollaps des Klimasystems und damit unserer Gesellschaft abzuwenden, mĂĽssen wir die Wende schaffen – jetzt! Aber wenn wir als Gesellschaft nicht an der Wende selbst zerbrechen wollen, muss sie sinnvoll geplant und sozial-gerecht gestaltet sein, das ist Aufgabe der Politik.”

Er ergänzt: “Die Antwort der Regierung auf die Herausforderungen, vor denen sie steht, dĂĽrfen keine zwischenparteilichen Machtkämpfe sein, die fossilen Konzernen und rechten Kräften in die Hände spielen. Es geht hier um unser Ăśberleben und da mĂĽssen wir verdammt nochmal alle an einem Strang ziehen. Wir kennen das Problem, wir kennen die Lösungen – lasst uns die Wende gemeinsam angehen!”