Feiertagsverkehr in Berlin gestört

– Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2030 notwendig –

Unterstützer:innen der Letzten Generation protestieren heute am Frankfurter Tor. 

Berlin, 03.10.2023, 16:45 Uhr – Am heutigen Tag der deutschen Einheit setzten sich UnterstĂĽtzer:innen der Letzten Generation erneut friedlich fĂĽr einen politischen und sozialen Wendepunkt ein. Die Demonstrant:innen lieĂźen sich an mehreren HauptverkehrsstraĂźen auf Kreuzungen nieder, klebten sich am Asphalt fest und sorgen damit fĂĽr Störungen des nachmittäglichen Feiertagsverkehrs. Auch auf der A100 wurde der Verkehr durch Sitzblockaden zum Erliegen gebracht. Ihre Message: “Es ist notwendig, bis 2030 aus der Nutzung fossiler Brennstoffe aussteigen, um unsere Lebensgrundlagen zu retten.”

Marion Fabian, Sprecherin der Letzten Generation, äußert sich zu den Blockaden am heutigen Feiertag: “Das orange gefärbte Brandenburger Tor mahnt die Bundesregierung immer noch täglich, dass die Wende weg von den Fossilen nicht länger hinausgezögert werden darf. Heute bekräftigen wir die Mahnung: Solange das ungebremste Verbrennen fossiler Brennstoffe weitergeht und wir uns der notwendigen Wende verweigern, katapultieren wir uns geradewegs in die Klimakatastrophe. Der heutige Tag erinnert uns daran, dass Wandel möglich ist und dass wir, die Bürger:innen dieses Landes, diejenigen sind, die ihn anstoßen können.”

Erst vor kurzem ist eine alarmierende Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) über den Gesundheitszustand der Erde veröffentlicht worden [1]. Demnach sind in sechs von neun Bereichen, die für den Erhalt der menschlichen Existenz wichtig sind, die Grenzen bereits überschritten.

Rolf Meyer (73), Sprecher der Letzten Generation, kommentiert die Studie des PIK: „Die politischen Entscheidungsträger:innen hinken der Dynamik der Klimakrise allesamt hinterher. Die Regeln und Gesetze unseres Rechtsstaats können wir ändern – die Gesetze der Natur nicht. Viel deutlicher kann die Wissenschaft nicht werden: Es ist Zeit, ins Handeln zu kommen!“

[1] Studie zu planetaren Grenzen Die Menschheit ruiniert ihre Lebensgrundlage